Richtungswechsel

Anfang Mai habe ich diesen Newsletter gestartet. Mein Ziel war es, Inhalte für Gründer:innen in frühen Phasen zu veröffentlichen. Da ich viele Startup-Teams coache, sind mir die inhaltlichen Bedürfnisse und Themen, die in sehr frühen Phasen auftreten, bekannt. In diesem Sinne habe ich eine Liste mit Themen geschrieben, die ich chronologisch abarbeiten wollte. Jede Woche ein Artikel, beginnend damit, wie ich überhaupt auf Geschäftsideen komme.

English version of this article / englischsprachige Fassung.

Die ersten Wochen war ich recht konsequent. Jede Woche wurde ein Artikel veröffentlich. Dann kam der Sommerurlaub, der Publikationsmotor kam etwas ins Stocken. Nach dem Sommer wollte ich einen Artikel zu „Vision Boards“ schreiben, welche dabei hilfreich sein können die eigenen Wünsche und Träume zu visualisieren. Ich nutze selbst Vision Boards, der Artikel wäre also ein Quick Win gewesen. Irgendwie konnte ich mich aber nicht wirklich dazu motivieren, Zeit für den Artikel zu investieren. Für mich wäre es nur eine Wiederholung gewesen, diese Inhalte aufzuschreiben. Der eigene Erkenntnisgewinn überschaubar. Dann wurde ich noch von einer eigenen Geschäftsidee im Bereich NFTs (Non fungible Tokens) bzw. DAOs (dezentralisierte autonome Organisationen) in den Bann gezogen. Die Sogwirkung der Idee war so groß, dass ich jede freie Minute nur noch mit NFTs, DAOs und dem Metaverse verbringen wollte. Ich wusste, ich sollte über Vision Boards schreiben, aber eigentlich wollte ich viel lieber über die Themen schreiben, die mich aktuell interessieren. Ich brachte es nicht übers Herz Zeit für das Vision Board Thema zu investieren. Wochen vergingen. Derweil habe ich auf Linkedin ein paar (meines Erachtens nach) interessante Beiträge veröffentlicht, die sicherlich auch für die Leser:innen des Newsletters spannend gewesen wären, aber eben nicht zu Vision Boards. Die Themen hätten sich inhaltlich nicht in meinen angedachten Aufbau eingeordnet. Mein angedachter Redaktionsplan für diesen Blog wurde zu einer gefühlt unüberwindbaren Hürde. Da ich weiß, dass konsequentes und regelmäßiges veröffentlichen von Inhalten einer der Erfolgsfaktoren von Publikationen ist, habe ich nun eine Entscheidung getroffen.

Seit Mai habe ich elf Artikel veröffentlicht. Ich habe auch verschiedene Social Media Kanäle mit diesen Artikeln bespielt und dabei nichts ausgelassen (siehe TikTok). Inzwischen habe ich eine gute Erfahrungsbasis gewonnen, welche Kanäle funktionieren und welche nicht. Und ich habe einiges über mich selbst gelernt, gemäß meiner Logik Think-Act-Feel. Das Newsletter Experiment hat mir gezeigt, dass ich mich nicht langfristig an einen Redaktionsplan halten will. Ich will einfach über das Schreiben, was mich interessiert. Und wie wichtig das eigene Interesse für das Durchhaltevermögen bei solchen Initiativen ist, darüber habe ich auch einen Artikel geschrieben. Ich nehme jetzt meine eigene Medizin. Dieser Newsletter und meine Profile auf sozialen Netzwerken werden jetzt neu ausgerichtet.

Inhaltlich werde ich nun über Themen schreiben, die mein Interesse geweckt haben (in der Hoffnung, dass diese Inhalte auch interessant für euch sind). Ich muss für mich ein Setting schaffen, in dem ich jede Woche einen Artikel publizieren kann. In dem es mir leicht fällt zu schreiben, weil ich nah an meinen Interessen dran bin. In dem es Spaß macht und die Beschäftigung, die Aufarbeitung von Inhalten, auch für mich selbst einen Mehrwert stiftet. Die Gedanken die ich veröffentliche werden voraussichtlich zu Themen wie Unternehmertum, Innovation, Technologie und Psychologie sein.

Bei den Kanälen die ich nutze wird es eine gewisse Differenzierung der Inhalte geben. Ich werde einen LinkedIn-First Ansatz verfolgen. LinkedIn wird also mein wichtigster Kanal werden. Andere soziale Netzwerke werden teilweise auch inhaltlich getrennt. Auf Twitter werde ich beispielsweise häufiger und inhaltlich viel fokussierter über NFTs, DAOs und das Metaverse posten. Anbei die Neuausrichtung der Kanäle:

Dieser Newsletter: 1 Artikel pro Woche zu Themen, die mein Interesse geweckt haben (wichtigster Gedanke der Woche)

LinkedIn: 3-5 Beiträge pro Woche zu Themen, die ich für relevant halte (meine eigenen Gedanken, Beobachtungen, lesenswerte Artikel usw.) + Diskussion zum Thema

Twitter: 5-10 Beiträge pro Woche mit Schwerpunkt auf NFTs, DAOs und das Metaversum

Instagram: 5-10 Beiträge bzw. Stories pro Woche, auch zu nicht-geschäftlichen Themen (Hinweis: Ich fotografiere gerne Essen)

Nächste Woche werde ich noch Inhalte via Newsletter nachliefern, die ich bereits auf LinkedIn gepostet habe, die aber für euch interessant sein könnten.